
Unseren Politikern ist ein Licht, besser gesagt eine „Energiesparlampe“, aufgegangen.
Der Vorstoß der australischen Regierung herkömmliche Glühlampen bis zum Jahr 2010 völlig zu verbieten, hat auch bei unseren Politikern eine heiße Debatte ausgelöst.
Allen voran haben sich SPD und Grüne für ein Verbot bis zum Jahr 2012 ausgesprochen.
Ein Austausch der herkömmlichen Glühlampe gegen Energiesparlampen würde, nach Einschätzung der Deutschen Energie-Agentur, eine Energieersparnis von rund 6% in den privaten Haushalten ausmachen und könnte so ein ganzes Kraftwerk überflüssig machen.
Die SPD geht in ihrer Euphorie sogar soweit, durch die Energieersparnis gleich zwei Atomkraftwerke abschalten zu können, was von den Grünen und Umweltverbänden mit großem Beifall gewürdigt wurde.
Gute An- und Vorsätze gibt es mal wieder genug! Bleiben wie immer die Fragen:
1. Was ist wirklich machbar?
2. Was wird letztendlich umgesetzt?
3. Was wird es den Verbraucher diesmal kosten?
Eins ist wohl allen klar, es ist kurz vor 12 und es muss sich global etwas ändern um die Katastrophe zu verhindern.
Das Glühlampenverbot der Australier ist zwar ein Anfang, aber nicht mehr als ein Wahlkampfthema, dem die Glühlampe als Opfer dagebracht wird. Sieht man sich die dramatischen Klimaveränderungen auf dem 5. Kontinent an, wird man die Stimmen nach mehr Klimaschutz damit wohl nicht verstummen lassen.
Vielen Umweltschützern ist die beschlossene Erweiterung der Kohleförderung und der Ausbau der Kraftwerkstandorte ziemlich sauer aufgestoßen.
Australien führt schon jetzt die Liste der CO2-Verursacher (Ausstoß pro Kopf) an und gehört neben den USA, dem größten CO2-Verursacher weltweit, zu den Staaten, die das Kyoto-Abkommen nicht unterzeichnet haben.
Mal sehen, mit welchen neuen und neubelebten Ideen uns unsere Politiker dieses Jahr noch erfreuen.
3-Liter-Auto-Pflicht für Abgeordnete ist doch auch mal eine Idee?